Soll ich oder soll ich nicht...?

Kennst du diese endlosen Gedankenschleifen, bei denen du dich stundenlang im Kreis drehst und alte Gedanken immer wieder rezyklierst?

Alles auf und ab denkst und das Leben währenddessen an dir vorbeizieht und du am Ende total erschöpft daneben stehst und immer noch nicht weißt, was du tun sollst...?

Soll ich....? Oder soll ich nicht...?

Ich will mich noch nicht festlegen. Hmmm... vielleicht kommt ja was dazwischen. Oder ich habe dann doch keine Lust.

Naja, vielleicht wärs ja doch cool...


Aber ich weiss nicht, vielleicht zu anstrengend...

Vielleicht kann ich es ja nicht. Oder bin nicht gut genug.
Vielleicht mögen mich die anderen nicht.
Vielleicht ist eh alles zu viel...

 

Gestern erzählte mir eine Freundin: «Ich habe mich dazu entschlossen, nichts mehr aufzuschieben. Ich könnte ja morgen tot sein. Und ich habe beobachtet, wie ich früher so viele Dinge aufgeschoben habe: Die Buchhaltung, die Steuern, Gespräche, die ich führen sollte, ich habe immer alles erst gemacht, wenn ich das Messer am Hals hatte... Und ich habe beobachtet, wieviel Energie es kostet, wenn ich es erst tue, wenn die Mahnung gekommen ist oder ich schon eine Mahngebühr oder Busse bezahlen muss.  Jetzt fühle ich mich so frei und habe plötzlich viel mehr Energie zur Verfügung.» Ich konnte ihre kraftvolle Energie wunderbar spüren.

 

Jaaa, geht es dir manchmal auch so, dass du Entscheidungen vor dich hinschiebst?

 

Wir Seminarveranstalter spüren das ganz stark. Früher haben sich die Leute frühzeitig angemeldet und sind einfach dabei geblieben. Und heute warten wir oft bis zum letzten Moment. Wir denken: «Ich will mich gerade noch nicht festlegen, denn vielleicht habe ich ja doch keine Lust...»

 

In den vielen Jahren, in denen ich in den Eventorganisation und Kursraumvermietung gearbeitet habe, hat sich dieses Muster verstärkt.

Und weißt du was? Es macht uns allen das Leben schwer. Es frisst nicht nur deine Energie, sondern auch die der Organisierenden.

 

Wir alle tun es. Wir denken: "Ach, es ist ja nur mich. Da kommt es nicht so darauf an, ob ich da bin oder nicht."

 

Genau dies geschah letzte Woche auch in der Tanzsstunde, die ich besuche: Auch ich habe mich kurz vorher abgemeldet, da ich arbeiten musste. Ich dachte, dass es doch keine Rolle spiele, wenn ich fehle. Doch scheinbar haben das auch andere gedacht und am Ende waren nur noch 3 Leute dort. Wir haben unsere wunderbare Tanzlehrerin in eine schwierige Situation gebracht. Sie hat vorbereitet. Sie hat eine Gruppe erwartet. Und konnte dann das geplante Programm nicht durchführen, weil es zu wenige Frauen waren.

 

Und so geht es vielen von uns. Wir planen was Tolles. Wir wollen uns vorbereiten. Wir wollen das Beste geben. Und oft stehen wir kurz vor der Veranstaltung und wissen nicht, ob wir sie durchführen sollen. Wir haben den Raum gemietet. Wir haben uns verpflichtet. Und nun stehen wir da und warten auf die Antworten aller Unentschlossenen. Soll ich jetzt das Programm für die grosse oder die kleine Gruppe planen? Brauche ich noch mehr Sitzkissen und Matten? Ist mein Team gross genug?

 

Und legen dann noch Nachtschicht ein, um allen Kurzentschlossenen die Infos nachzuschicken, das Programm anzupassen und uns total darüber zu freuen, dass die Gruppe zusammengekommen ist. Dies mache ich jeweils gerne, weil ich mich von ganzem Herzen über jeden Menschen freue, der sich entscheidet, den Schritt zu machen. Es ist mir eine grosse Ehre.

 

Ich freue mich immer noch unglaublich über jede Spontananmeldung, auch wenn sie noch eine Minute vor Seminarbeginn reinkommt. Und ich wollte einmal ausdrücken, worüber sich viele Seminarorganisatoren, auch die grossen, so oft beschweren.

 

Und noch viel wichtiger: Ich möchte, dass du deine Energie nicht unnötig verschwendest.

 

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann möchte ich mich von ganzem Herzen bei dir bedanken. Ich hoffe, du konntest den Text mit einem Grinsen lesen. Denn ich will mich hier überhaupt nicht beklagen. Ich möchte einfach, wie ich das immer tue, die Natur unseres Menschseins durchleuchten und uns auf Dinge aufmerksam machen, die uns das Leben erschweren. Damit wir unsere Energie auf das Wesentliche richten können und sie nicht unnötig verschwenden.

 

Wenn du also jetzt gerade von einer Entscheidung stehst, dann frage dich doch, wie oft du schon daran gedacht hast. Wieviel Energie hast du schon dafür aufgewendet? Hast es dich in die Klarheit oder in die Verwirrung gebracht?

 

Und hier noch ein kleiner Hinweis: Entscheidungen sollte man nicht nur im Kopf treffen. Es gibt noch einige andere Ebenen, die uns objektivere Hinweise geben. Dies ist etwas, was ich in meinen Kursen und meinen Workshops den Menschen sehr gerne näherbringe. Und ich überlege mir gerade, ein Buch darüber zu schreiben... ;-) Mehr dazu später.

 

Stehst auch du vor einer Entscheidung und findest keine Klarheit? Ich unterstütze dich gerne dabei mit einem ganzen Koffer voller Entscheidungsfindungstools. Melde dich hier für ein kostenloses Erstgespräch!

 

Und ein kleiner Hinweis mit einem Augenzwinkern: Die Anmeldefrist des Workshops «Mut zu Selbstliebe – Eine Reise zu dir selbst» vom 22.-24. November endet am nächsten Dienstag. Melde dich noch heute an :-)!

 

Ich freue mich, von dir zu hören!

Alles Liebe,

Esther

Entscheidung

Auf dieser Website werden Cookies eingesetzt. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.