Die Kraft der Atempausen

PAUSE. Ein Schritt nach dem anderen. Nach 10 Tagen Stille scheint mir der Lärm der Welt überwältigend. Kaum da, denkt etwas in mir, es müsse zurück in alte Gewohnheiten zurück springen und wieder schnell, schnell in die alte Effizienz zurückkehren. Und der andere Teil will in der Reinheit des Momentes verweilen.

Mein Lehrer spricht viel über die Integration des Alltages in die Spiritualität (und nicht umgekehrt :-)). So dass diese Tage der intensiven Meditation und der vielen Einsichten nicht einfach nur ein Erlebnis bleiben, sondern ein wichtiger Teil des Lebens werden.

Gerade bin ich zurück aus Frankreich, wo ich zehn Tage bei meinem Lehrer Sahajananda in einem Meditationsretreat war. Diese Tage sind jeweils das Wertvollste, was ich im Leben tun kann. Sie bringen mir eine Tiefe und eine Inspiration, wie ich sie kaum anderswo finde.

 

Doch nun wieder zurück im Alltag. Und hier kommt die grosse Herausforderung der Integration.

 

PAUSE. Ein Schritt nach dem anderen. Nach 10 Tagen Stille scheint mir der Lärm der Welt überwältigend. Kaum da, denkt etwas in mir, es müsse zurück in alte Gewohnheiten zurück springen und wieder schnell, schnell in die alte Effizienz zurückkehren. Und der andere Teil will in der Reinheit des Momentes verweilen.

Mein Lehrer spricht viel über die Integration des Alltages in die Spiritualität (und nicht umgekehrt :-)). So dass diese Tage der intensiven Meditation und der vielen Einsichten nicht einfach nur ein Erlebnis bleiben, sondern ein wichtiger Teil des Lebens werden.

 

Eine ganz wichtige Technik, die auch in grossen spirituellen Texten, wie z.B. der Vijnanabhairava Tantra, genannt wird, sind die Pausen zwischen den Atemzügen.

 

Einatmen. Kleine Pause. Ausatmen. Kleine Pause. Ganz einfach. Und immer anwendbar. So wird das ganze Leben zur spirituellen Praxis...

 

"Im leeren Raum, welcher zwei Momente des Bewusstseins trennt, wird strahlender Raum enthüllt. Nachdem du ganz ein- oder ausgeatmet hast, wenn die Bewegung des Atems von selber stoppt, dort in dieser Leere verschwindet der Gendanke des "Ichs". -Vijnana Bhairava Tantra

 

Diese Technik ist kein Atemrückhalt. Es geht auch nicht in erster Linie um den Atem. Viel mehr geht es um den Geist, vor allem um die unbewussten Teile davon. Wir lassen unseren Atem natürlich fliessen ohne ihn zu verändern. Und verlegen einfach den Fokus auf die Übergänge zwischen der Ein- und Ausatmung und zwischen der Aus- und Einatmung. Du wirst bald erkennen, dass es in diesen Momenten, wenn bewusst wahrgenommen, keine Gedanken gibt. Wir können dort in die Stille eintauchen und die Lücken zwischen den Gedanken wahrnehmen. Am Anfang wird es ein ganz kurzer Moment der Stille sein, doch bald wirst du merken, dass sie sich in deinem Bewusstsein ausdehnt. Dein Geist wird allmählich ruhig und es entsteht ein Gewahrsein der wahren Natur des reinen Bewusstseins.

 

Und so werden diese kleinen Pausen, die ich mir nehme um innezuhalten und zu atmen zu den wertvollen kleinen Freunden, die dich auch im grössten Chaos daran erinnern, dass es da in dir eine immerwährende Stille gibt...

 

Ich wünsche auch dir viele Momente der Stille.

 

Alles Liebe ,
Esther

 

Breath

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