Wie du dich mit Schaumbädern betrügen kannst

Ich bin mir sicher, du kennst diese Bilder, die manchmal Freude, und manchmal aber auch Schuldgefühle hervorrufen:
Das Schaumbad im dämmrigen Schummerlicht.
Kerzen brennen in der Ecke.
Warmer Dampf steigt hoch.
Rosenblätter schwimmen im Wasser.Eine Buddhafigur steht friedenausströmend in einer Ecke.
Die Szene scheint perfekt.

 

Nun soll ich da rein. Um mir mal wieder was Gutes zu tun. Selbstfürsorge soll ja wichtig sein.
 
Ich räume grad noch schnell alle Kleider vom Boden weg und putze die letzten Spuren des Abendessens in den Geschirrspüler.
Da plingt es schon wieder auf meinem Telefon.
Noch schnell eine Nachricht beantworten.
Nur kurz, weil ich es sonst vergessen könnte.
 
Ach ja, und da liegt sie ja noch ganz unschuldig und einladend.
Die Zeitschrift mit dem Artikel über Frauenheilkräuter.
Wollte ich doch auch noch lesen.
Könnte mir ja bei meinen ungeliebten PMS-Wutausbrüchen helfen.
 
Mein Schaumbad dampft weiter vor sich hin.
Die Rosen duften, als wären sie nur fürs Schaumbad gewachsen.
 
Schnell, schnell, das Bad wird kalt!
Ich muss mich doch endlich um meine Selbstfürsorge kümmern.
 
Ich lege mich ins angenehm warme Wasser.
«Aaaahhh, wie schön...»
Und schon plingt das Handy zurück.
Die Antwort auf die Antwort leuchtet auf dem Bildschirm auf.
Nur schnell zurückschreiben, ehe ich es vergesse...
 
Und ohne es zu merken sitze ich 20 Minuten später noch immer hinter dem Handy im langsam kälter werdenden Wasser und lese irgendwelche wichtigen Artikel über Frauengesundheit und Stressmanagement.
 
«Was, wie konnte das schon wieder geheschen? Meine Selbstfürsorge!!!»
 
Nun ärgere ich mich über mich selber.
Wie kann ich nur...!?
Nie schaffe ich es...
Und überhaupt...
 
Eigentlich habe ich gar keine Lust auf Schaumbad, merke ich gerade.
Denn ich fühle mich gerade so, als würde ich am liebsten aus meiner Haut schlüpfen.
Einfach nur in irgendeinem sinnlosen Social Media Kanal verscrollen und mich um nichts kümmern. Eine Chipspackung öffnen und den ganzen Abend vernetflixen.
 
Da kommt mir dieses doofe Schaumbad wie eine seichte Lüge vor.
 
Ich atme ein paarmal bewusst durch.
Und betrachte mich grad mal aus einer anderen Perspektive.
Was wäre, wenn wir Selbstfürsorge mal ganz anders betrachten würden?
 
Als totale Akzeptanz für das, was gerade ist.
Als Ausdruck wahrer Selbstliebe frei von Klischees und Bildern, wies doch sein sollte?
Als Hingabe an das, was ich gerade fühle.
 
Wie oft habe ich mich in weissen Kleidern «heiligmeditiert» und alles getan, um meine ungeliebten Gefühle wegzuatmen?
Wie oft habe bin ich schwitzend auf der Yogamatte gestanden und habe «meine Energien aktiviert», nur um produktiver zu sein?
Wie oft habe ich mich mit einem positiven Mindset versucht zu überreden, dass ich doch gerne an diese Party will, nur um mein Bedürfnis des Rückzuges übergehen zu können.
Wie oft war ich auf der Suche nach diesem oder jenem Geheimrezept, nur um meine wilden Energien nicht fühlen zu müssen?
Wie oft habe ich meine Tage gefüllt mit dieser und jener tollen Aktivität, nur um zu überspielen, dass ich nur eines will:
Dasitzen und vor mich hinstarren.
Wie oft habe ich mir von A nach B rennend diesen schokobestäubten Cappuccino gegönnt, nur um das Gefühl zu haben, etwas für mich getan zu haben.
 
Aber eigentlich beginnt die Selbstliebe nicht im Schaumbad.
Und nicht bei den Rosenblättern.
Nicht beim Schokokuchen oder dem grünen Smoothie.
 
Sondern in deinem Herzen.
 
Dort, wo deine leise Stimme flüstert.
Und dich bittet, hinzuhören.
Zu lauschen, was es dir sagen möchte.
Anzunehmen, was gerade ist.
 
Es wäre eigentlich ganz einfach.
 
So brauchst du vielleicht mal wirklich ein Schaumbad.
Und manchmal einfach einen Moment Stille.
Die Erlaubnis, einfach mal nichts zu tun.
Nicht mal entspannen.
Einfach nichts.
Tun.
 
Geht es dir machmal ähnlich?
 
Ich freue mich, von dir zu hören!
 
Alles Liebe
Esther
 
 
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